· 

Mehr Platz im Kleiderschrank

Es gibt viele Wege zum erfolgreichen und vollständigen Ausmisten. Und gefühlt bin ich sie alle gegangen, nur um wieder im Chaos zu landen. Kennst du das? Du räumst einen Schrank oder ein Zimmer auf und nach drei Monaten sieht es wieder aus, wie vorher? 

Daher hat mich die Methode von Marie Kondo aufhorchen lassen: ein Vorgehen nach Kategorien. In manchen Fällen macht es zwar Sinn, nach Räumen vorzugehen (z.B. Küche, Bad), aber oft hat man Dinge aus der gleichen Kategorie (z.B. Kleidung) an mehreren Orten im Haus verteilt. Im Kleiderschrank, an der Garderobe, etwas für bestimmte Anlässe in einem anderen Schrank usw. Schaut man sich jeden Schauplatz getrennt an, hat man den Eindruck, dass es vielleicht gar nicht so viel ist. Aber auf einen Haufen gelegt, sieht die Welt schon anders aus. 

 

Fangen wir mit der Kleidung an. Es ist aus den bereits genannten Gründen wirklich wichtig, dass du alle Kleidungsstücke herausholst und an eine Stelle legst. Jetzt fragst du dich vielleicht, was mit den Sachen in der Wäsche ist? Da du sie offenbar gerade noch getragen hast, kannst du davon ausgehen, dass du sie behältst. Und wenn nicht: nach dem Ausmisten ist vor dem Ausmisten.😜

 

Hast du alles zusammengetragen, nimmst du jedes Kleidungsstück in die Hand und überlegst dir, ob du es behalten möchtest. Sieht es gut aus? Steht es dir? Trägst du es gern? Oder wie Marie Kondo fragen würde: Macht es dir Freude? 

Du guckst auf deinen Pulli und denkst: Freude? Naja, der ist halt warm. Ging mir am Anfang ähnlich. Was mir bei der Entscheidungsfindung geholfen hat, waren 2 Dinge:

 

  1. Hole eines deiner Lieblingsteile heraus. Das, was du dabei empfindest, ist das Ziel für die Sachen, die bleiben sollen. Je öfter du es machst, desto schneller wirst du auch bei anderen Dingen entscheiden können. Und nein, meine Socken machen mich nicht wirklich glücklich, aber einige werde ich aus diversen Gründen nie wieder anziehen, daher dürfen sie mich direkt verlassen.
  2. Es werden immer wieder Kleidungsstücke kommen, bei denen du dir nicht sicher sein wirst. Mache einen „vielleicht“ Stapel und gehe diesen am Ende nochmal durch. Im Zweifel behalten und zeitnah mal anziehen. Es wird sich schnell zeigen, warum du das Teil bisher verschmäht hast und dann kann es weg. Macht es dir Freude, darf es bleiben.

 

Und wohin mit den Sachen, die nicht bleiben dürfen? Je nach Zustand verkaufen, spenden oder entsorgen. 

Glaub mir, es wird sich lohnen! Denn das nächste Mal, wenn du in deinen Kleiderschrank schaust, enthält er nur noch Sachen, die du wirklich gern anziehst.🤩

Kommentar schreiben

Kommentare: 0