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Nach dem Ausmisten ist vor dem Ausmisten

Wenn du es geschafft hast, dein Zeug auszumisten (egal ob radikal oder in kleinen Schritten), dann erst einmal herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung! 

Auf diesen Lorbeeren kannst du dich gern etwas ausruhen. 

Nun ist es aber wahrscheinlich so, dass du in diesem Prozess doch einige Dinge behalten hast, die du als nützlich eingeschätzt hast oder bei denen du dir nicht sicher warst, die sich aber im Verlauf doch als Kram herausstellen. Dann muss eben nachjustiert werden. 

Mir ist das insbesondere mit Kleidung passiert: es waren Sachen, die ich zwar schön fand,  aber dann doch nicht getragen habe. Diese habe ich dann nachträglich nach und nach aussortiert. 

Oder mein Lieblingsbeispiel der Becher. Einige habe ich behalten, weil ich sie im Kontrast zu den fürchterlichen Bechern, die ich aussortiert hatte, schön fand. Übersichtlich im Regal aufgestellt, gefielen sie mir doch nicht mehr so gut. Also weg damit. 

Ich empfinde in Bezug auf die Menge von Dingen in unserem Zuhause, die Behauptung von Marie Kondo sehr zutreffend. Sie sagt, dass man im Endeffekt genau die richtige Menge an Dingen in seinem Zuhause hat. Als würde es sich ganz natürlich einpendeln, bei welcher Menge wir uns wohl fühlen. Und es ist auch völlig in Ordnung manches noch zu behalten. Ich hatte auch das Gefühl, dass meine anfänglichen Entscheidungen noch etwas zaghafter waren. An dem Zeitpunkt, als ich bei den Erinnerungsstücken ankam, traf ich diese deutlich selbstbewusster. Und wenn du sogar Erinnerungsstücke aussortieren kannst, ist es beim zweiten Mal hinsehen viel einfacher, die Wackelkandidaten in den anderen Kategorien neu zu bewerten. 

Nach diesem Entscheidungstraining dürfte es dir auch deutlich leichter fallen, nicht mehr so viel Zeug überhaupt ins Haus zu lassen. Sollte dir das trotzdem Schwierigkeiten bereiten, weil manche Gewohnheiten nun einmal hartnäckig sind, könnte dir mein Artikel über Zeug in Zukunft dabei helfen.

Halte dich daher insbesondere am Anfang nicht zu lange mit den Entscheidungen auf. Du kannst einen „vielleicht“- Stapel machen und ihn am Ende der Kategorie durchsehen. Wenn du dir bei manchen Dingen weiterhin nicht sicher bist, behalte es. Es wird sich im Verlauf schon herausstellen, ob es seine Berechtigung hat. Und im Endeffekt ist es ja ein fließender Prozess, der sich den Veränderungen in deinem Leben anpassen sollte. Daher ist nach dem Ausmisten immer auch vor dem Ausmisten.☺️

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