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Gewohnheiten

Eine Veränderung ist oft ein ganzes Stück Arbeit. Selbst wenn du anfangs bis in die Haarspitzen motiviert bist. Denn unser Gehirn ist Veränderungen gegenüber sehr kritisch, so nach dem Motto „Was? Nein, das machen wir so wie bisher, das haben wir immer so gemacht.“ 


Ein Beispiel: Du hast dir vorgenommen heute auf Süßigkeiten zu verzichten. Dein Gehirn kennt es aber so, dass es nach dem Mittagessen etwas Süßes gibt. Nun ist das Mittagessen beendet und es meldet sich pünktlich das Verlangen nach Süßem. 🤤

Nicht, weil du noch Hunger hast, sondern, weil es Gewohnheit ist. Du widerstehst. Dann „schickt“ dir dein Gehirn die passenden Gedanken: „Du hast ein gesundes Essen gehabt, dann kannst du auch ein Stück Schokolade essen. Dann isst du halt zum Kaffee nichts. Oder nur was kleines. Du hast heute ja auch Sport gemacht. Dann lässt du morgen den Nachtisch weg...“ 

Erkennst du irgendetwas davon wieder? Klingt doch alles nach guten Gründen, dein eigentliches Vorhaben sausen zu lassen. Schön gemütlich alles beim Alten lassen. Dann kannst du dich entspannt zurücklehnen. 


Doch leider bleibt es dabei, dass wenn du immer das gleiche tust, du kein anderes Ergebnis erwarten kannst. 

Daher ist das der Zeitpunkt, dir zu überlegen, warum du in erster Linie auf den Nachtisch verzichten wolltest. Dein Ziel ist eine gesündere Ernährung. Vielleicht, weil du abnehmen möchtest, oder um dich besser zu fühlen, um für deine Kinder ein Vorbild zu sein, vielleicht um kein Mittagstief mehr zu haben oder um deine Blutwerte zu verbessern. Oder alles. 

Ganz egal! Wichtig ist nur, dass du in diesen Situationen erkennst, dass diese „Gedanken“ ein Versuch deines Gehirns sind, alles so zu lassen, wie es bisher war. Denn dummerweise weiß dieser Teil des Gehirns nicht, dass dir dein bisheriges Verhalten unter Umständen schadet. Es möchte, was es kennt, denn was es kennt, ist gut. Fertig. 


Sich umstellen ist unbequem, Veränderung ist unbequem. Und es zwingt dich auch niemand. Doch wenn du mit etwas nicht zufrieden bist, führt kein Weg daran vorbei. 


Und wo wir schon dabei sind: stelle dich darauf ein, zu scheitern. Du wirst hier und da dieser „Stimme“ nachgeben- zumal die Ausreden teilweise sehr kreativ sind. Damit scheitert aber nicht das ganze Projekt. 

Überlege kurz, was los war. Warum hast du nachgegeben? Gewohnheit? Langeweile? Stress? Trauer? Wenn du die für dich kritischen Situationen erkennst, wird es einfacher, die „Ausreden“ als solche zu entlarven und stark zu bleiben. 


Einfacher, aber nicht einfach. Denn gute Verhaltensweisen anzueignen, dauert. Es heißt, dass man etwas 30 (manche sagen sogar 66 🙄) aufeinander folgende Tage machen muss, um es zur Gewohnheit zu machen. Und das ohne „Ausnahmen“ oder geplante „cheat days“. 😭


Aber die  Mühe zahlt sich aus. Denn schließlich willst du eine schlechte Gewohnheit in deine gute umwandeln. Und wie dein Weg zum Ziel aussieht, geht nur dich etwas an. Wie viele Anläufe du brauchst, ist auch deine Sache. 

Setze dich nicht zu sehr unter Druck und besinne dich statt dessen immer wieder darauf, warum du eine Gewohnheit ändern möchtest.💪🏼

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Kommentare: 1
  • #1

    Linda Nopto (Sonntag, 25 August 2019 15:52)

    Hey du liebe, hier wäre evtl cool gewesen, wenn du einen Tipp zur Umsetzung geschrieben hättest z.b die Sache mit dem Glas und der perle! Für jeden geschaffen tag eine perle und bei 100 per.....Schönen Tag dir