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Intuitive Aufbewahrung

Ich habe mir vor der großen Ausmist- Aktion wenig Gedanken dazu gemacht, wo ich welche Dinge aufbewahren soll. Manche Aufbewahrungsorte hatten sich irgendwie ergeben. Es kam da hin, wo Platz war, teilweise ohne jegliche Logik. Manches wurde vergessen und lag dann in irgendeinem Schrank. Da kann ich es rückblickend schon verstehen, dass die Mitglieder unseres Haushaltes Schwierigkeiten hatten, sich zu merken, wo was liegt.

Wenn du hingegen die Gegenstände in deinem Haushalt nach Kategorien sortiert unterbringst, wird es für jeden einfacher Dinge zu finden. Und das Beste, es wird auch einfacher diese wieder an ihren Platz zu zurück zu bringen.

In einem Schrank nur Lebensmittel, in einer Schublade Kabel und Elektrozubehör, in einem Regal Kochbücher und so weiter. 

So bekommst du auch andere Personen in deinem Haushalt schneller dazu, Dinge an ihren Platz zu bringen. 

Hast du beispielsweise Geschenkpapier in einer Kiste, die Schleifen aber in einer Schublade und das Klebeband auf dem Schreibtisch, wette ich mit dir, dass diese Dinge nach Einpacken eines Geschenkes nicht an ihren Stellen landen. 

Es ist auch zu kompliziert. Du weißt, wo was liegt, aber sich den Platz für alle Dinge zu merken, ist von den anderen Familienmitgliedern wirklich viel verlangt. Und es ist auch lästig wegen eines Geschenkes die fürs Verpacken benötigten Dinge an verschiedene Ort zurück zu bringen. Das kostet unnötig Zeit und Energie. 

 

Wenn man es dann aber nicht macht, liegt es rum und man bekommt nen Spruch zu hören. Wenn man es falsch wegräumt auch. Ein ebenso unnötiger Streitfaktor.

 

Wenn aber alle wissen, dass sämtliche Putzmittel in einem Regal stehen, ist es für jeden klar, wo der neue Badreiniger hingehört. Das Wegräumen ist intuitiver. 

Das funktioniert natürlich nicht sofort. Das ist für alle neu. Anfangs ging Carsten auch zu der Stelle, an der die Sachen vorher lagen und fragte, wo die jetzt sind. Oder er hat etwas an den alten Aufbewahrungsort gelegt.

 

Aber es muss sich jetzt nicht mehr jeder die einzelnen Ablageorte für jeden Gegenstand merken, sondern nur für ganze Kategorien. Braucht er ein Kabel, weiß er wo er es findet. Liegt eines herum, weiß er, wo es hin muss (genau, an die gleiche Stelle😁). Das schaffen sogar Kinder. 

Naja, zumindest nach einem semi- strengen „Wo gehört das hin?“ oder auch schön „Wo wohnt das?“ Denn eigentlich ist es ja so: Die Gegenstände wohnen mit uns zusammen und wenn jedes von ihnen an einem bestimmten Ort „wohnt“, kann es nach getaner Arbeit zurück „nach Hause.“ Fand mein 4-jähriger einleuchtend.

So oder so, versuche es mal, Dingen aus zusammengehörigen Kategorien, den gleichen Aufbewahrungsort zuzuweisen. Du wirst sehen, dass das wegräumen für dich und deine Familie deutlich einfacher sein wird.