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Rückblick Teil 2: Das lief nicht so gut


Letzte Woche ging es um die tollen Dinge in diesem Jahr. Und vielleicht würdest du es gern dabei belassen. Aber es lief sicherlich auch bei dir nicht alles großartig. 

Es gab Niederlagen, Enttäuschungen, Rückschritte. Warum ich die nicht einfach ausblenden möchte? 

Weil das die Dinge sind, aus denen wir lernen können. 

Ich möchte nicht, dass du dich jetzt hinsetzt und dich mit den schlechtem Ereignissen runterziehst. Ich möchte auch nicht, dass du dich deswegen über dich ärgerst oder dir Vorfwürfe machst. Nein. 

Der Grund, die Dinge aufzuschreiben, die nicht gut waren, ist es, jetzt mit etwas Abstand zu schauen, was du aus diesen Situationen gelernt hast. 

Ob sie dich stärker gemacht haben. Ob dadurch vielleicht Dinge passiert sind, die sonst nicht geschehen wären. Ob du rückblickend eine Lektion darin findest. Versuche in den Nierderlagen etwas positives zu finden. Und wenn es nur ist, dass du gelernt hast, es nicht noch einmal so zu machen. Oder eben, dass du die Krise gemeistert oder zumindest überstanden hast.

Aber vielleicht siehst du auch ein Muster oder eine Verhaltensweise, die dich immer wieder in schlechte Situationen bringen.

Wir haben oft die Angewohnheit, uns lange mit schlechten Erfahrungen und Erinnerungen rumzuschlagen und diese nicht aufzuarbeiten. 

Das blöde daran ist, dass sie dann immer wieder hochkommen oder schlimmer noch, dass du die gleichen Fehler wiederholst.

Oder du steckst in einer Schleife der Unzufriedenheit. 

Dir gefällt beispielsweise dein neuer Job nicht? Was daran gefällt dir nicht? Ist es etwas, das anders im Vertrag steht oder dir im Vorstellungsgespräch anders gesagt wurde? Dann ist es eine gute Grundlage, das im Mitarbeitergespräch anzuführen. 

Liegt es an den Arbeitsbedingungen? Dann ist das auch ein Punkt für das Mitarbeitergespräch oder eben die Erkenntnis, was du beim nächsten Vorstellungsgespräch erfragen und abstecken solltest, damit das anders wird.

Indem du deine Niederlagen und Enttäuschungen revue passieren lässt und möglichst neutral nach Zusammenhängen und Lösungen suchst, hilft es dir, diese das nächste Mal zu erkennen und anders anzugehen. 

Und manchmal zeigt sich mit dem nötigen Abstand, dass mancher Rückschlag notwendig war, um dich auf einen bestimmten Weg zu bringen. 

Nimm dir mal die Zeit dafür und betrachte auch die Dinge, die nicht gut gelaufen sind. Denn oft stellt sich das Schlechte als ein notwendiger Schritt heraus, der dir geholfen hat, zu wachsen und zu der Person zu werden, die du heute bist.