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Welche Routine passt zu mir?

Routinen sind etwas wunderbares. Sie helfen dir Dinge zu erledigen, ohne groß Energie (zumindest geistige und kreative) darauf zu verwenden. 

Dennoch ist es oft schwer, die für dich geeigneten Routinen zu finden.

Insgesamt sehe ich die Bestandteile von Routinen als auswechselbare Elemente, die je nach Alltagssituation und auch Lebensphase hin und her geschoben oder auch weglassen bzw. neu aufgenommen werden können.

 

Ein Beispiel: 

Eine Zeit lang hatte ich eine Morgenroutine: Mein Tag begann um 5:30 Uhr und ich hatte eine volle Stunde nur für mich und meine Morgenroutine. Diese beinhaltete Ziele, kreative Arbeit und Visualisierung. Mittlerweile beginnt mein Morgen samt Kind um 5:45 Uhr und da ich nicht um 4:45 Uhr aufstehen möchte, um meine Stunde am Morgen zu haben, beschränkt sich meine Morgenroutine auf das durchsehen meiner wichtigsten Aufgaben des Tages. 

Da ich aber als erste das Haus verlasse und mittags ca. eine Stunde bevor ich die Kinder abhole („die magische Stunde“) wieder zu Hause bin, nutze ich diese als Ersatz. 

Dann stelle ich die Grundordnung wieder her, beseitige die Spuren des Frühstücks, mache die Betten und habe etwas Zeit, mich meinen wichtigen Aufgaben zu widmen. 

Was ich davon nicht schaffe, rutscht in den Abend, Das ist dann halt so. Ich weiß ja, dass es nicht für immer sein wird. 

Was mir beim Entwickeln von Routinen geholfen hat, waren Listen (ja, ich liebe Listen). Ich habe mir für morgens (aktuell ja mittags) und abends jeweils eine Liste gemacht und überlegt, was ich als Teil einer 

Routine aufnehmen möchte. Und zwar unter den Gesichtspunkten: 

 

1. Was hilft, meine Ziele im Auge zu behalten?

Ich finde es wichtig, dass vor lauter Alltag die eigenen Wünsche nicht auf der Strecke bleiben. Das führt auf lange Sicht zu Frust und Stress und mündet häufig in einer persönlichen Krise.

Es ist deshalb gut einen Weg zu finden, die eigenen Bedürfnisse im Blick zu behalten, egal was drumherum passiert. 

Ob du so wie ich diese als Teil der 3 wichtigsten Aufgaben notierst oder als Post it am Badezimmerspiegel platzierst, ist dir überlassen. Auch ob diese Ziele deine Gesundheit, deine Finanzen oder private Dinge umfassen. Selbst, wenn es ein neues Hobby ist. 

Wenn du dafür keinen Plan entwickelst und kleine Schritte in den Alltag integrierst, wird es ein „ich würde mal gern, wenn ich mehr Zeit habe“- Traum bleiben. 

Denn es wird in den seltensten Fällen auf wundersame Weise einfach so Zeit für solche Dinge frei.

 

2. Was erleichtert mir im Alltag die Abläufe?

Routinen sind hilfreich, um alltägliche Aufgaben zu erledigen. Egal ob das vorbereiten des Frühstücks am Vorabend oder die vorgepackte Tasche für die Arbeit. Alles, was in Ruhe vorbereitet werden kann, verringert Stress, wenn du mal in Zeitnot gerätst. 

Falls du noch gar keine Ideen hast, was du in deine Routinen aufnehmen könntest, hier ein paar Tipps dazu.

 

Überlege dir, an welcher Stelle etwas durch Vorbereitung und Regelmäßigkeit dafür sorgen könnte, deinen Alltag zu vereinfachen. Frage dich dann, wann du es am besten durchführst oder ob andere Dinge dafür wegfallen müssen. Versuche es mal mit einer Liste als Gedankenstütze. Wenn du möchtest, kannst du dir hier meine Vorlage ausdrucken. Was hilft und sich gut anfühlt, bleibt. Bei anderen Dingen zunächst schauen, ob es einen besseren Zeitpunkt gibt, ansonsten erst einmal verwerfen.

Auf diese Weise findest du Routinen, die zu dir passen.