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Finanzen vereinfachen- Der Monatsplan

Ich habe mich in den vergangenen 2 Jahren sehr intensiv mit meinen eigenen und unseren Finanzen als Familie beschäftigt. 

Dabei habe ich mich zu dem Thema belesen, Podcasts gehört und Youtube Videos geschaut. Und meine größte Erkenntnis war: es ist gar nicht so kompliziert, wie es mir die Finanzwelt, die unter anderem an meiner Unwissenheit verdient hat, wahr machen wollte.

Und es gibt unfassbar viele und gute kostenlose Informationen da draußen.

Bei uns hat es sich bewährt, zum Ende des Vormonats eine Finanzplanung für den anstehenden Monat zu machen. 

Dabei führen wir zum einen auf, welche Einnahmen wir haben. Dann werden die festen Ausgaben ermittelt und eine Sparrate festgelegt. 

Die Einnahmen sind in unserem Fall die Gehälter, manche von euch haben vielleicht Mieteinnahmen oder sonstige passive Einkommensquellen. Bei Selbstständigen würde ich empfehlen, den durchschnittlichen Monatsverdienst zu nehmen oder eben das Einkommen für den kommenden Monat zu schätzen. 

Bei manchen kommt wie bei uns auch noch das Kindergeld dazu.

Monatliche Ausgaben:

dazu zählt alles, was jeden Monat anfällt. Das sind Dinge wie Miete, Nebenkosten, Handyvertrag, Streaming- Dienste, Lebensmittel, Kinderbetreuung, Essensgeld, Sprit, Versicherungen, die monatlich gezahlt werden etc. 

Diese Posten werden zunächst alle vom Einkommen abgezogen. 

Jährliche Ausgaben:

Manche Summen sind jährlich oder quartalsweise fällig. In diesem Fall ist es sinnvoll, all diese Beträge zu summieren und durch zwölf zu teilen, so dass du jeden Monat bereits die entsprechende anteilige Summe dafür zur Seite legst und auf diese Weise größere Rechnungen kein Problem sind. 

Ist beispielsweise die jährliche Steuer und Kfz Versicherung fällig, ist das Geld bereits bei Seite gelegt, da du monatlich eine entsprechende Summe auf ein separates Konto gepackt hast. 

Wir haben für uns auch die durchschnittliche jährliche Summe für Urlaube ausgerechnet und rechnen ein zwölftel davon mit in die monatlichen Fixkosten.

Vergnügen:

Du solltest dabei aber nicht vergessen, dass du auch noch Ausgaben für Vergnügen hast. Schau in den Artikel hier, wie du diese am besten ermitteln kannst. Kurz zusammen gefasst empfehle ich ein Haushaltsbuch oder eine Haushalts- App, in der du eintragen kannst, welche Ausgaben du hast. Zu Vergnügen zähle ich in diesem Fall auch Kleidung, auswärts essen, Bücher, Geschenke etc.

Kredit(e):

Bei größeren Anschaffungen wie einer Eigentumswohnung oder einem Haus ist ein Kredit meist unvermeidbar. Dabei solltest du vor Aufnahme des Kredites ermitteln, wie viel du monatlich überhaupt abbezahlen kannst. Diese Summe ergibt sich, nachdem du von den oben genannten Einnahmen die monatlichen Ausgaben einschließlich einem zwölftel der jährlichen Ausgaben abgezogen hast. Nimmst du dann die Summe des Kredites einschließlich der Zinsen und dann deine monatliche Rate, gibt es Rechner, die für dich ermitteln, wann du mit der Abzahlung des Kredites fertig bist. 

Vergiss nur nicht, dass der Kreditzins meist nur auf einen bestimmten Zeitraum festgelegt wird und sich im Verlauf verändern kann. Daher sollte man nicht zu optimistisch beim Abbezahlen planen. Es ist zwar schön, wenn du schnell damit durch bist, aber es kann immer mal etwas zum Ausfall von Einnahmen führen- siehe aktuell Corona.

Notgroschen: 

Ein wichtiger und oft vergessener Posten ist der Notgroschen. Es kann (s.o.) immer mal etwas passieren. Egal ob ein teurer Schaden am Haus oder der Verlust der Arbeit. Es ist sinnvoll einen Notgroschen von  mindestens drei Monatsgehältern bei Seite zu legen, die als finanzielles Polster für Notsituationen auf einem zugänglichen Konto, z.B. einem Tagesgeldkonto (also nicht in Form von Festgeld) geparkt sind. 

Übrigens ist Weihnachten oder eine größere Karre keine Notsituation.🙄

Wenn du dich mal intensiver mit deinen Finanzen beschäftigen möchtest, ist Natascha Wegelin „Madame Moneypenny“ ein guter Einstieg. Bei Youtube sind die Inhalte bei „Finanzfluss“ auch gut verständlich und in kleinen Häppchen erklärt.

Ich habe eine kostenlose Druckvorlage für die monatliche Finanzplanung einschließlich Beispielrechnung erstellt. Du findest diese und alle weiteren Druckvorlagen hier.