· 

Finde jetzt, was dir gut tut

Hörst du auch oft, dass du machen sollst, was dir gut tut?

Manche scheinen auch genau zu wissen, was das ist. Die einen haben ihren Lieblingssport oder ihr Hobby, engagieren sich freiwillig oder brennen für ein Projekt. 

Diese Menschen haben natürlich direkt diese Sache im Sinn, wenn sie daran denken, etwas für sich zu tun.

Aber viele haben diese Sache noch gar nicht für sich gefunden. Oder du hattest in der Vergangenheit etwas, das aber heute nicht mehr zu Deiner Lebenssituation oder der Person, die du bist oder sein möchtest, passt.

Vom Prinzip her bin ich immer dafür, Dinge zu tun, und nicht nur über sie nachzudenken, aber bei der ganzen Bandbreite an Möglichkeiten, die dir zur Verfügung steht, ist es doch sinnvoll, die Optionen im Vorfeld etwas zu filtern.

Was ich damit meine ist, dass du aufgrund deiner bisherigen Erfahrung oder deines Bauchgefühls auswählen kannst, was du überhaupt ausprobieren möchtest.

Früher bedeutete etwas gutes für mich zu tun in der Regel ungesundes Essen und anspruchslose Beschäftigung (also fernsehen auf der Couch mit Schoki...). 

Was ja eigentlich paradox ist, denn danach fühlte ich mich nicht besser und schon gar nicht motiviert. 

Deswegen habe ich nach Alternativen gesucht, die dafür sorgen, dass ich mit mehr Energie oder entspannter und ausgeglichener in meinen Alltag zurückkomme. 

Wie kannst du nun etwas passendes für dich finden?

Zunächst wäre es sinnvoll zu schauen, was bisher zu den Dingen gehört, die du bereits als Belohnung oder Ausgleich nutzt. 

Meist sind es es Fernsehen, Süßigkeiten/Chips, lange schlafen/lümmeln, nichts vornehmen, ziellos im Internet surfen, Dinge kaufen usw. 

Ich möchte das alles nicht ganz schlecht reden und saß wie gesagt selbst im gleichen Boot, aber nach den meisten dieser Handlungen, fühlen wir uns entweder schlechter, weil wir unserem Körper nichts Gutes getan haben oder träge.  Oder es meldet sich das schlechte Gewissen, sobald die Nascherei oder der  Kaufrausch vorbei sind. Besonders, wenn du Dinge gekauft hast, die du gar nicht brauchst. 

All diese Gefühle, egal ob Trägheit, Frust oder Reue sollten nicht das Ergebnis deiner Auszeit sein, die dir eigentlich gut tun soll.

Was kannst du also alternativ machen? Zum einen kannst du überlegen, wie du dich nach bestimmten Dingen fühlst. Bist du nach dem Sport euphorisch und motiviert? Dann ist Bewegung für dich eine gute Richtung. Warst du mal wandern und hast dich danach super gefühlt? Dann brauchst du vielleicht eher frische Luft, um den Kopf frei zu bekommen. Du hast keine Wanderroute vor der Haustür und joggen möchtest du nicht? Dann wären ein Spaziergang oder eine Runde mit dem Fahrrad vielleicht eine Alternative.

Brauchst du eher Ruhe und möchtest auf andere Gedanken kommen? Dann sind eher ein Buch, Hörbuch oder Podcast etwas für dich. Fehlt dir im Alltag die Kreativität? Dann versuche mal etwas künstlerisches/ handwerkliches oder musikalisches. Oder wenn du ein geselliger Mensch bist und dich gerne mit anderen austauschst, dann finde Menschen, die dich motivieren oder inspirieren, sodass du nach den Treffen mehr Energie hast.

Wenn du diese grobe Richtung für dich gefunden hast, kannst du dich konkreter nach einer Lösung umsehen und in dem Fall die Dinge, die dich ansprechen einfach ausprobieren. 

Yoga klingt für dich spannend und du stellst dir vor, dass du dich danach gut fühlst? Dann probiere es aus. Wenn du dich danach nicht so fühlst, wie du es dir gewünscht hast, suche weiter. Ein schönes Buch, das dir als Inspirationsquelle dienen kann, ist „Das Happiness- Projekt“ von Gretchen Rubin. Das gibt viele Denkanstöße, was du in deinen Alltag ausprobieren mönntest, um zufriedener und ausgeglichener zu sein.

Und im Endeeffekt ist es wirklich ganz egal was du machst, Hauptsache du fühlst dich danach besser als vorher und kannst auf diese Energiequelle zurückgreifen, wenn du Zeit für dich brauchst.