· 

Einfach machen

Du möchtest etwas Neues in deinem Leben beginnen und weißt gar nicht, wo du anfangen sollst? 

Mein Tipp: hohle dir die Basis- Informationen und fang einfach an.

Du musst den Plan nicht fertig vorliegen haben, bevor du beginnst. Du kannst auch erst mal mit einer groben Idee starten und dann im Verlauf einen Plan daraus machen. 

Jeder, und ich kann mich da auch nicht ausnehmen, hat das Bedürfnis, genau zu wissen wie etwas abläuft und was die nächsten Schritte sind. 

Doch so sehr wir uns bestimmte Szenarien ausmalen, wir können nie zu 100 % vorher sehen, wie es dann wirklich wird. 

 

Zum Beispiel bei Routinen: 

Du möchtest eine neue Morgenroutine etablieren und versuchst eine Reihenfolge für dich zu finden oder Inhalte abzuwägen. Und das kann ein theoretisch wunderbarer Plan sein, der für andere, die du bewunderst, funktioniert. Aber vielleicht passt es gar nicht zu dir und deiner aktuellen Situation.

Nimm dir daher erst einmal ein oder zwei Sachen für den Morgen vor und mache sie. Und schau dann, wie es sich anfühlt und wie es für dich funktioniert. 

Wir neigen dazu, uns zu überlegen, wie etwas sein könnte, statt es zu machen und wirklich zu erleben, wie es für uns ist. (Ideen für Routinen findest du hier)

Ich nehme mir für solche neuen Routinen oder den Beginn neuer Projekte gerne einen Zettel oder Druckvorlage und notiere einen groben Plan. Dann streiche ich weg, was nicht hilft und füge zu, was ich als passender empfinde. Dieser Plan dient mir dann für die nächste Zeit als Checkliste, bis diese Routine, die sich als gut rauskristallisiert hat, in eine Gewohnheit übergegangen ist.

 

Das gleiche gilt für Routinen im Haushalt:

Du hast Chaos und möchtest Ordnung rein bringen? Dann ist es zwar schon gut zu überlegen, welche Aufgaben sinnvoll wären. Aber was für dich funktioniert, zeigt sich im Verlauf. Es gibt unzählige Putzpläne, die du dir als Vorlage nehmen kannst. Fange erst ein mal mit einem an, der dich am meisten anspricht und passe ihn deiner Situation an. 

Wenn du berufstätig bist oder einfach viel unterwegs bist, wirst du einen anderen Bedarf haben als jemand, der mit drei Kindern den überwiegenden Teil Teil des Tages im Haus ist.  Vielleicht reicht es dem einen, seine Bettwäsche einmal im Monat zu wechseln, du möchtest dies aber zweimal im Monat tun. Auch das ist in Ordnung. Finde einen Ablauf, der zu deiner Vorstellung von Ordnung und deiner aktuellen Situation passt. 

Achte dabei auch darauf, was überhaupt umsetzbar ist. Es mag eine schöne Vorstellung zu sein, jeden Tag gewischte Böden zu haben. Aber wenn du gänzlich ausgelastet bist, wird dir dieses Vorhaben eher zur Belastung als zur Entlastung.

 

Doch das wichtigste ist und bleibt: Fang an! Und zwar bevor du so weit bist!

 

Gerade wenn es zu Dingen sehr viele Informationen gibt (und im Internet gibt es eine Flut davon) neigen wir dazu in eine Analyse- Paralyse zu verfallen. Wir lesen noch dies nach und gucken noch das nach und im Endeffekt bewegen wir uns nicht von der Stelle. 

 

Das einzige was hilft, ist ins tun zu kommen und dazu zählt nicht, ein Jahr lang alle Putzpläne zu analysieren und dann doch noch mal nach zu gucken und den perfekten Plan zu erstellen, der in diesem Zeitpunkt vielleicht gar nicht mehr zu deinen Lebensumständen passt. 

 

Versuche deine Systeme so flexibel wie möglich zu gestalten, damit du diese um dein Leben und deine aktuellen Prioritäten herum planen kannst. Das wird dir helfen und die Dinge die du grundlegend im Alltag haben möchtest zu jeder Zeit zu integrieren. Schließlich soll es deinen Alltag vereinfachen und nicht belasten.

Daher ab heute: einfach mal machen und lernen im Prozess.