Stärker als deine stärkste Ausrede


Du möchtest dich verändern oder eine neue Gewohnheit einführen

sportlicher, belesener, entspannter… werden, bist jedes Mal hochmotiviert das durchzuziehen, bevor die Motivation dann nachlässt? 


Dann hast du sicherlich schon mal den Spruch gehört, dass dein warum, also dein Grund für die Veränderung größer sein sollte, als deine stärkste Ausrede. 

Das ist den meisten bewusst, nur ist es schwierig dies praktisch umzusetzen.


Wie also einen Grund finden, der stärker ist als die stärkste Ausrede? 


Es geht darum etwas zu finden, dass dich von innen antreibt. Aber das Paradoxe an Veränderung ist es, dass unser Gehirn diese, auch wenn sie uns gut tut, blockiert. 

Es möchte alte Muster beibehalten und wenn es zufällig welche sind, die uns schaden, hält es auch an diesen fest. 

Um diesen inneren Konflikt für dich zu lösen, solltest du dir im Vorfeld überlegen, was du mit deiner Veränderung erreichen möchtest, also welches Ergebnis du erziehen möchtest beziehungsweise wie du dich dann fühlen möchtest. 


Das klingt abstrakt, aber wenn man überlegt wie einfach es einem fällt während der Schwangerschaft auf Alkohol oder andere für das Baby potentiell schädliche Stoffe und Lebensmittel zu verzichten, weil die Gesundheit des Babys einem wichtiger ist als dieser Impuls, merkt man, dass der richtige Grund wirklich stärker als alle Ausreden ist. 


Ich weiß nicht, ob du schon mal gefastet hast, aber für mich war diese Herausforderung einfach nur diesen Zeitraum von 40 Tagen durchzuhalten anfangs ein recht unspezifischer und nicht besonders motivierender Grund, etwas in meinem Leben weg zu lassen. 

Dementsprechend gab ich viele Fastenzeiten, in denen ich auf Süßigkeiten verzichten wollte, nicht durchgehalten. 


Erst als ich den Grund für mich gefunden habe, dass ich gesünder leben möchte und festgestellt habe dass es mir auch gut diese Lebensmittel wegzulassen, konnte ich nach einem Monat bewussten Verzichts meine Gedanken soweit ändern, dass ich erkannt habe, dass die Impulse zu Süßkram zu greifen, andere waren, als echter Hunger und echter Nährstoffbedarf. 

In meinem Fall waren es stressige Situationen, in denen ich zu Süßkram griff und Gewohnheiten, wie Nachtisch bei einem Restaurant Besuch ( ich sag nur Buffet🙈) oder etwas Süßes zum Kaffee. 


An der Stelle, als diese Impulse kamen, die ich ja jetzt kannte, konnte ich mich nach und nach wirklich bewusst dagegen entscheiden und mir glaubhaft versichern, dass ich das nicht möchte und auch nicht brauche. 


Was heißt das übertragen aufalltägliche Situationen?


Mal angenommen, du möchtest besser kochen. Wenn der einzige Grund ist, dass deine Familie mit deinen Kochkünsten nicht zufrieden ist, wird dies eher in Frust als in Erfolg münden. 


Du solltest in diesem Szenario etwas finden, das dich von innen heraus motiviert, besser zu werden, dran zu bleiben und es bei Rückschlägen (die kommen werden) und Gedanken wie „ich kann das eh nicht“ ein stärkeres warum zu bieten hast und trotzdem am Ball zu bleiben. 


En starkes “warum“ wäre die Vorstellung vom bestmöglichen Ergebnis, also deiner Vision für die Zukunft: du könntest dir vorstellen, wie sehr sich deine Familie über das gemeinsame Essen freut und bekundet, wie lecker es ist. Wie gut sich das anfühlt und wie gut du dich damit fühlst.


Zusätzlich hilft es, das Ziel in kleinere Etappen zu teilen und erst einmal zu sagen dass du beispielsweise ein Lieblingsgericht deiner Familie richtig gut kochen möchtest. 

Dann kannst du dir entsprechende Rezepte suchen und ausprobieren und dich durch das Feedback und deinen eigenen Geschmack immer weiter verbessern. 


Wenn du dies erreicht hast, hast du zumindest den Beweis, dass du es kannst und kannst das in den nächsten Schritten ausweiten. Dein warum ist, dass dir kochen Spaß macht, weil es allen schmeckt. Und der Erfolg bei einem gelungenen Gericht motiviert weiter zu machen.


Findest du weiterhin keinen Abtrieb (und es ist ok, etwas nicht lernen zu wollen), dann findet gemeinsam eine Lösung. Verteile zum Beispiel die Verantwortung und lasse die anderen Familienmitglieder die Gerichte aussuchen. Oder sie helfen bei der Zubereitung. Oder sie übernehmen das Kochen und du hilfst oder machst dafür etwas anderes. 


Denn am Ende des Tages geht es darum, dass sich alle wohl fühlen, nicht nur die Mehrheit. Und dass du einen inneren Antrieb findest, der dir hilft, weiter zu machen, wenn die Motivation mal nachlässt.