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Achtsamkeit und Planung: Ziele

Ich möchte hier kurz erklären, was ich mit achtsamer Planung meine. Und vor allem, warum es für die eigene Zufriedenheit so wichtig ist, nicht nur an Karriereziele zu denken.
Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und habe in der Vergangenheit oft rein berufliche Ziele verfolgt. 
Aber insbesondere seitdem ich Mama bin, rückten aber immer mehr andere Dinge wie Familienzeit und auch Zeit für mich in den Vordergrund. 
Um diesen ihren Platz im Alltag einzuräumen, habe ich in meinem Stay organized Planer kleine Inseln der Reflexion und Bewertung eingebaut, in Form des Monatsrückblicks und der Wochenplanung.
In der Umsetzung bedeutet es, dass du am Ende eines Monats den vorangegangenen Monat für dich bewertest. 
Und zwar in allen Lebensbereichen. 
Dabei markierst du in den dafür vorgesehenen Feldern (siehe Foto), wie zufrieden du mit jedem Lebensbereich bist. 
Wenn du diese Bewertung hast, kannst du für dich festlegen, auf welche Bereiche du im Folgemonat deine Schwerpunkte setzt.
Klar möchte man am liebsten in allen Bereichen eine 10 haben, aber das ist nicht realistisch.
Und Schwerpunkt bedeutet auch nicht, dass dir die anderen Dinge nicht wichtig sind. Nur eine Orientierung für dich, wohin du deine Aufmerksamkeit besonders lenken möchtest.
Aber übertreibe es bei den Schwerpunkten nicht: das sollten höchstens zwei Bereiche sein, die dir wirklich wichtig sind und somit viel deiner Zeit erfordern.
Wenn du in einem Monat der Kategorie Familie/Freunde nur 4 Punkte gibst, heißt es nicht, dass du nichts mehr mit der Familie machst oder sie dir nicht wichtig ist. 
Aber realistisch gesehen, kannst du nicht alles auf einmal machen und dann ist es ok, wenn es mal einen Monat mehr Papa- Zeit oder kein Treffen mit Freunden gibt.
Es ist besser es vorher zu erkennen und gar nicht erst Versprechungen zu machen und Verabredungen zu treffen, die du dann nicht erfüllen kannst, weil dein Schwerpunkt woanders liegt. Oder eben deine Wünsche vernachlässigen, um deinen Versprechen nachzukommen.
Im letzten Schritt kannst du dir Notizen machen, was du konkret dafür tun könntest, um in den einzelnen Bereichen zufriedener zu werden. 
 
Ein Beispiel: im Vormonat warst du mit der Qualität deiner Familienzeit unzufrieden und bewertest diese mit einer 4. 
Im nächsten Monat soll daher die Familie ein Schwerpunkt sein, mit dem Ziel mindestens auf eine 8 zu kommen. 
Du überlegst dir, dafür einen festen Ausflugsnachmittag pro Woche mit deinem Kind zu planen und dich bei zwei deiner Freundinnen zu melden, die du länger nicht gesprochen hast.
 
Umgekehrt kann es sein, dass du im Bereich Karriere sehr viele Überstunden gemacht und viel Energie gelassen hast. 
Du bewertest den Monat unter dem Aspekt des Schwerpunktes mit 9 und der Zufriedenheit mit 3, also im Durchschnitt 6. Im nächsten Monat möchtest du weiterhin erfolgreich sein, aber besser mit deiner Energie wirtschaften. Damit bekommt die Karriere einen höheren Stellenwert, als im Vormonat, z.B. 8 und die Maßnahmen könnten sein: Aufgaben bündeln, Abläufe automatisieren.
 
In der Wochenplanung wird die Umsetzung konkreter. Ich nutze die Wochenplanung gern, um zu schauen, welche Termine in der kommenden Woche anstehen und ob diese noch aktuell sind.
Dann schaue ich auf meine Schwerpunkte und setze mir entsprechende Meilensteine. Das soll keine Hausaufgabe sein. 
Wenn du für einen Bereich keine Ziele hast, dann bleibt er leer. 
Wichtig ist, dass du dir die nächsten Schritte für deine Ziele notierst und schaust, ob du noch auf Kurs bist. 
Wenn du für einen Lauf trainierst, kannst du in diesem Rahmen deinen Trainingsplan abgleichen und gegebenenfalls anpassen. Wenn dein Schwerpunkt Gesundheit ist und du eine neue Gewohnheit einführen möchtest, notierst du das.
Auf diese Weise lenkst du deine Aufmerksamkeit immer wieder auf die Dinge, die dir wichtig sind, kannst deine Energie darauf verwenden und merkst nicht erst am Jahresende, was du eigentlichen gerne mit deiner Zeit angefangen hättest.
Wie du mit dem Stay organized Planer priorisierst, findest du hier.