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Was ich von Marie Kondo gelernt habe

 

Ich bin zu einem Zeitpunkt auf Marie Kondo gestoßen, als ich als Vollzeit- berufstätige Mama in Erwartung unseres zweiten Kindes im Haushalt nicht mehr hinterher kam. 

Es lag ständig etwas rum, es war nie wirklich ordentlich und die Vorstellung, dass jemand spontan auf einen Kaffee vorbeikommt wäre mein Horrorszenario gewesen. Deswegen musste sich etwas ganz radikal ändern.

Und neben dem Ausmisten an sich, habe ich von Marie Kondo diese wertvollen Lektionen gelernt, die ich

gerne mit dir teilen möchte:

Dankbarkeit

Wir nehmen heutzutage vieles als selbstverständlich an. Das gilt auch für unser Zuhause. Erst durch Marie Kondo bin ich einmal bewusst durch unsere Zimmer gegangen und habe sie wirklich auf mich wirken lassen. Ich habe festgestellt, wie dankbar ich für so einen Lebensraum sein kann, den ich nach meinen Vorstellungen gestalten darf. Ich finde auch Marie Kondos Gedanken schön, dass man den Lebensraum zusammen mit seinem Zuhause erschafft. Falls du das noch nie gemacht hast, nutze mal eine ruhige Minute und gehe durch die Räume in deinem Zuhause und lasse sie auf dich wirken.

 

Erst ausmisten, dann ordnen

Ich habe früher immer verschiedene Ecken geordnet und mich dann gewundert, warum diese nach kürzester Zeit wieder unordentlich waren.

Erst als ich mich mit der Konmari- Methode beschäftigt und sie umgesetzt habe, wurde mir klar, warum.

Ich habe meinen überflüssigen Kram geordnet. Oder Dinge, die gar nicht dort untergebracht werden mussten, wo sie lagen. Daher eine der wichtigsten Lektionen: erst ausmisten und dann ordnen.

Nachhaltige Ordnung durch Kategorien

Das Ausmisten nach Kategorien hat alles verändert:

Es hat Überblick darüber geschaffen, was ich aus jeder Kategorie besitze.

Es hat aber auch dazu geführt, dass ich die Dinge aus einer Kategorie an einem Ort lagern konnte.

Das wiederum hat dazu geführt, dass sich jetzt jeder im Haus nur merken muss, wo Dinge aus einer Kategorie lagern und nicht den Aufbewahrungsort für jedes einzelne Teil.

Falls du mehr zu dieser intuitiven Aufbewahrung wissen möchtest, schau hier vorbei.

 

Unbenutze Dinge belasten dich unterbewusst

Früher habe ich Dinge oft behalten, weil sie noch gut waren. Oder mit dem Gedanken, sie vielleicht irgendwann einmal zu brauchen.

Ich dachte ich tue mir damit etwas Gutes, weil ich dann nicht verschwenderisch war.

In Wirklichkeit habe ich Dinge angehäuft, die nie gebraucht wurden und dafür sorgten, dass in meinen Schränken Unordnung herrschte.

Marie Kondos Annahme ist, dass die Dinge einen bestimmten Zweck haben und dass sie eine positive Stimmung verbreiten, wenn sie diesen Zweck erfüllen dürfen.

Wenn sie aber nur rumstehen und nicht gebraucht werden, schlägt diese "Stimmung" ins Negative um.

Also ziehen uns all diese Dinge, die nicht gebraucht werden, unterbewusst runter.

Anfangs hielt ich es für Quatsch, aber seitdem ich diese Dinge los geworden bin, fühle ich mich deutlich leichter und besser.

Das gilt insbesondere für Dinge, die dich an etwas erinnern, das du nicht tust.

Sportgeräte, die du nicht nutzt (obwohl du es wolltest).

Jeans, die zu klein sind (und in die du seit Jahren nicht mehr gepasst hast).

Zubehör für ein Hobby, dass du gar nicht mehr magst. Dinge, die der Vergangenheit angehören und nicht zu deinem Bild von dir passen. All das gibt dir ein schlechtes Gefühl und sollte deshalb nicht mehr in deinem Zuhause sein.

 

Und das führt zu der wohl wichtigsten Lektion, die ich von Marie Kondo gelernt habe:

 

Umgebe dich mit Dingen, die dir Freude machen

Das Endergebnis des Ausmistens ist, dass nur noch Dinge übrig bleiben, die entweder gebraucht werden oder dir Freude machen.

Und es ist so ein schönes Gefühl, in einen Schrank zu schauen, in dem nur Kleidungsstücke sind, die du gern anziehst und die dir passen.

Oder eine Schublade in der Küche zu öffnen und direkt die Dinge zu sehen, die du auch regelmäßig benutzt. Auf deinen Regalen nur das stehen zu haben, was du gern siehst und dir Freude macht.

Nicht erschlagen zu werden von all diesen überflüssigen Sachen, die rumstehen, Platz einnehmen und Staub fangen. Das war das größte Geschenk beim Ausmisten: diese Leichtigkeit im Alltag und eine Grundordnung, bei der spontane Besuche jederzeit willkommen sind.