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Wenn Aufräumen nicht dein Hobby ist

 

Ich habe mich entschieden, heute etwas persönliches in Sachen Aufräumen und Organisation zu teilen.

 

Eine Zeit lang dachte ich, dass mit mir etwas nicht stimmt. Denn ich wollte zwar Ordnung zu Hause, aber dafür möglichst wenig Zeit investieren. Während andere darin aufgingen, ihr Zuhause ständig aktiv ordentlich zu halten, fragte ich mich, wo die Abkürzung ist.

Denn ja, ich liebe Ordnung, aber nicht um jeden Preis. Und gerade in der Zeit, als ich zum ersten Mal Mama wurde, merkte ich, dass mich das Aufräumen immer mehr frustrierte. Es war ein Kampf gegen Windmühlen. Und ich hatte das Gefühl, wertvolle Energie und Familienzeit zu verschwenden.

 

Die Lösung für dieses Problem kam nicht über Nacht.

Der erste Impuls war es, mehr zu tun. Öfter aufräumen, Routinen finden, Ordnungshelfer besorgen.

Also legte ich los, denn ich dachte, es liegt an mangelnder Organisation in  meiner neuen Familiensituation.

Denn schließlich war ich den ganzen Tag zu Hause. Wie sollte es erst werden, wenn der Männe und ich beide wieder arbeiteten?

 

Doch am Ende des Tages konnte ich organisieren so viel ich wollte: Zeug lag ständig rum, Ablagen waren immer wieder voll und es war ermüdend manche Dinge aus dem Schrank zu kramen und wieder reinzustopfen. 

Welche Idee mir in dieser Zeit nie in den Sinn kam, war, dass wir zu viel Kram haben. Ich war was Dinge angeht immer schon recht pragmatisch und war mir sicher, dass wir im Prinzip alles brauchten, was wir besaßen.

 

Ich hätte nicht falscher liegen können. Als ich anfing mich mit dem Thema Ausmisten zu beschäftigen und es dann in einer fast halbjährigen (mehrere Stunden am Tag) Aktion umzusetzen, erkannte ich, dass wir definitiv zu viel überflüssigen Kram hatten. Säckeweise. 

Ich fing im Sommer an und wollte unbedingt vor Weihnachten fertig sein. Der Männe stand dem ganzen eher mit einer "wenn du meinst"- Haltung gegenüber und entschied bei gemeinsamen Sachen zähneknirschend mit, was bleiben durfte.

 

Dennoch hat es sich so gelohnt! Denn egal, was aktuell bei uns ansteht, wie wenig Zeit wir uns für unser Zuhause nehmen, es ist immer eine Grundordnung da. Und mittlerweile ist auch der Männe davon überzeugt. 

Warum ich das heute hier teile?

Weil ich weiß, dass viele ständig aufräumen und es Stunden später wieder aussieht wie vorher.

Und das frustriert und fühlt sich sinnlos an. Du investierst deine wertvolle Zeit in eine Aufgabe, die dir zuwider ist und hast nicht einmal ein nachhaltiges Ergebnis.

 

Für mich war die Lösung das Ausmisten. Und weil es wirklich so viel bei mir verändert hat, predige ich bei jeder Gelegenheit davon. 

Ist der Kram nämlich beseitigt, ist die Organisation der Dinge und Wiederherstellung der Ordnung kein Aufwand mehr. 

Und jetzt stell dir mal vor, was du alles mit dieser neu gewonnen Zeit machen könntest...